Sicherheit – oder wie voll ist dein Rucksack?

Hallo und herzlich willkommen zur 44. Episode des Drachenreiten Podcasts. Heute haben wir das Thema „Sicherheit“.

Viel Spaß beim Hören.

Shownotes:

Zitat von Alan Watts aus Weisheit des ungesicherten Lebens:

„Wir dürsten nach Ablenkung – nach Anblicken, Tönen, Aufregungen und Nervenkitzel – , nach einem Panorama, in das möglichst viel von all dem in kürzester Zeit hineingezwängt werden soll. Um diesen ‚Standard‘ aufrecht zu erhalten, sind die meisten von uns bereit, ein Leben hinzunehmen, das vorwiegend darin besteht, mit langweiligen Betätigungen genügend Mittel zu erwerben, um in der Zwischenzeit hektischen und teuren Vergnügungen nachzugehen, die vorübergehende Erleichterung der Langeweile mit sich bringen. Die Unterbrechungen hält man für das richtige Leben, für den eigentlichen Zweck, dem das notwendige Übel der Arbeit dient. Oder wir bilden uns ein, dass eine Arbeit durch die Gründung einer Familie ihre Rechtfertigung findet, die dann ihrerseits auf der gleichen Linie fortfährt, um eine weitere Familie zu errichten … und dies ad infinitum.“

Die Sucht nach Sicherheit nimmt uns jede Risikobereitschaft, wo wir doch gerade wenn wir im (echten) Leben etwas wagen würden, das Leben so viel interessanter, spannender, vielfältiger und lebenswerter werden würde.

„Das größte Risiko ist es kein Risiko einzugehen.“

Alan Watts: „Glauben ist das Beharren darauf, dass die Wahrheit so ist, wie man sie „gern haben“ möchte oder sie sich wünschen würde. Der Glaubende will sein Bewusstsein der Wahrheit unter der Bedingung erschließen, dass sie mit seinen vorgefassten Ideen und Wünschen übereinstimmt. Vertrauen ist hingegen eine vorbehaltlose Erschließung des Bewusstseins gegenüber der Wahrheit, wie immer auch diese aussehen mag. Vertrauen kennt keine Voreingenommenheit, es ist ein Sprung ins Unbekannte. Glaube klammert sich, Vertrauen aber lässt sich treiben. Die meisten von uns glauben, um sich sicher zu fühlen, um ihrem Leben Wert und Bedeutung zu geben. Glauben ist auf dieseWeise zu einem Versuch geworden, sich an das Leben zu klammern, es zu fassen und für sich zu behalten. Aber du kannst das Leben und seine Geheimnisse nicht verstehen, solange du es zu fassen suchst. Ja, du kannst es gar nicht ergreifen, ebenso wenig wie du einen Fluss im Eimer davontragen kannst. Wenn du versuchst fließendes Wasser in einem Eimer einzufangen, so zeigt das, dass du es nicht verstehst und dass du immer enttäuscht sein wirst, denn im Eimer fließt das Wasser nicht. Um fließendes Wasser zu haben, musst du loslassen, musst du es fließen lassen. Dasselbe gilt für das Leben und Gott.“

Glaube bedeutet in diesem Sinne verschlossen gegenüber den Realitäten des Lebens zu sein und Vertrauen bedeutet offen gegenüber den Realitäten des Lebens zu sein.

Glaubenssysteme sind so gefährlich, weil sie laut Definition die Leugnung oder Zurückweisung alternativer Denkweisen implizieren. Eine dogmatische Lebens- und Arbeitseinstellung hindert uns daran, auf neue Informationen zu reagieren und uns auf Veränderungen in unserem Umfeld einzustellen.

Wie ist eure Meinung zu diesem Thema?

Wir würden demnächst gerne wieder ein Q&A (Fragen & Antworten) mit euch machen. Wenn ihr Fragen an uns zu egal was habt, dann schreibt sie uns gerne in die Kommentare oder per Mail an info@drachenreiten-podcast.de.

Bleibt gespannt und genießt die Reise.

Links:

Weisheit des ungesicherten Lebens (Alan Watts) *

www.drachenreiten-podcast.de

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